

GIOVANNI ANTONINI
...Lydia Teuscher stand zwar in schöner schwarz-grüner Abendrobe "nur" an der Rampe, aber ihr musikalisch-theatralisches Feuer in Mimik und gehaltvoll lyrischer Sopran-Stimme sprühte nur so in den optisch kühlen Saal: Ob bei einer skeptischen jungen Frau, die dem Liebhaber keine Treue in der Ehe zutraut ("Voi avete un cor fedele", KV 217), ob bei der angesichts der Emotionen des Geliebten heftig Zweifelnden ("Chi sà, qual sia", KV 582) oder bei der in ihren wechselnden Gefühlen Schwankenden in Felix Mendelssohns grandioser Konzertarie "Infelice! Già dal mio sguardo" in der revidierten Fassung von 1843 - Teuscher singt brillant und mit Witz, kann Koloraturen gestochen scharf modulieren und macht aus jeder dieser Arien eine Perle weiblicher Fülle des Gefühls.
Klaus Kalchschmid/München/Süddeutsche Zeitung 19.06.2022
EIN DEUTSCHE REQUIEM OP. 45
Im Februar 2021 übernahm Lydia Teuscher kurzfristig das Sopransolo im Deutschen Requiem von J.Brahms in einem Konzert des Zürcher Opernhauses unter der musikalischen Leitung von Gianandrea Noseda , das live auf Arte übertragen wurde.
…Lydia Teuscher absolviert das Sopran-Solo mit wunderbar klarer Stimme und viel Gefühl.
Jan Krobot/Zürich/Online merker, 07.02.2021
…Similarly German soprano Lydia Teuscher, standing in (…)was all that one could wish for, crystal clear with her top notes, firm of voice and very moving in ‘Ihr habt nun Traurigkeit’.
Laura Weidacher, Journal 21.ch, 08.02.2021
…Auch die beiden grossartigen Solisten, die deutsche Sopranistin Lydia Teuscher und der udmurtisch/russische Bariton Konstantin Shushakov, mischen sich – bei gebührendem Abstand – unter die Choristinnen im Parkett.[…]und wenn der unfassbar klare Sopran Lydia Teuschers den langsamen fünften Satz beginnt mit „Ihr habt nun Traurigkeit“ und der Chor entgegnet „Ich will euch trösten“, bricht unser aller Wissen um die vielen zu beklagenden Opfer der Pandemie in jeden Raum, aber die Musik lässt uns im tröstlichen Wissen: „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“
John Rhodes, Seeland heard, 08.02.2021
Antonio Cartellieri
Jakub Jan Ryba
...The performance was excellent. Under Häkkinen's direction, Cartellieri's Viennese Classical music flowed abundantly and with imaginative colour, its energetic momentum and solo vocal accents shifting continuously, occasionally building into ceremoniously resonant choral scenes. Joy and terror alternated.
At the beginning of the oratorio, as Mary and Joseph sang of their happiness, the atmosphere was like something from a fairy tale. They love their newborn child, God, and above all each other. It was like listening to a lovers' scene from some light-hearted opera.
The performance featured five fine vocal soloists. Cartellieri knew how to write rewarding material for soloists and was skilled at creating vocal characters for every voice type. He constructed ensembles masterfully and handled Italian as if it were his native tongue. From the libretto he picked out every important emotional impulse to express.
...The real discovery of the concert was the mournfully beautiful Stabat Mater by the Czech composer Jakub Jan Ryba (1765–1815). It is a Latin Catholic hymn from the 13th century that tells of Mary's suffering at the foot of her son's cross. Ryba's pre-Romantic music, rooted in Viennese Classicism, has a touching emotional sensitivity in pulsating, continuous motion.
Grief rang out enchantingly bright in Lydia Teuscher's shimmering, beautiful, high and virtuosic lyric soprano.
Ryba knew how to weave the soloists' voices into richly nuanced textures. In their duets, the women's voices radiated as gracefully as in Mozart's comic operas.
Hannu-Ilari Lampila/Helsinki/Helsingin Sanomat 20.5.2026
POTSDAMER SCHLOSSTHEATER SANSSOUCI
Im Juni 2020 gestaltete sie via Livestream auf Arte gemeinsam mit weiteren Solisten unter der Leitung von Dorothea Oberlinger mit der Akademie für Alte Musik Berlin die Wiedereröffnung des Potsdamer Schlosstheaters Sanssoucis. Die ursprünglich für diesen Anlass geplante `Pastorelle en musique´ von G.F.Telemann wurde auf 2021 verschoben.
Im April 2019 debütierte sie in der Elbphilharmonie mit Kent Nagano und dem Staatsorchester Hamburg in Mozarts großer Messe in c-Moll.
Eine besondere und langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit Les Violons du Roy und Bernard Labadie in Québec, mit denen sie im selben Jahr ihr Debüt an der New Yorker Carnegie Hall feierte. Sie konzertierte mit dem Los Angeles Chamber Orchestra sowie mit dem Orchestra of St. Lukes in New York. Im Herbst 2019 debutierte sie als Ännchen in C.M.von Webers Oper `der Freischütz´ am Opernhaus Zürich unter der musikalischen Leitung von Axel Kober.
Des Weiteren sang sie die Partie der Euridice in `Orfeo ed Euridice´ von W.Gluck mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung von Laurence Cummings beim George Enescu Festival in Bukarest.
© 2026 by Lydia Teuscher